hCG-Diät 2017-09-25T08:24:33+00:00

hCG-Diät – Abnehmen mit der Originaldiät nach Dr. Simeons


Bei der hCG-Diät handelt es sich um eine besondere Form der Stoffwechseldiät, die durch den Einsatz des Hormons hCG einen raschen und nachhaltigen Gewichtsverlust verspricht. Obwohl sie bereits Mitte des vergangenen Jahrhunderts von einem Arzt entwickelt wurde, wird sie heute oft auch als Hollywood-Diät bezeichnet. Viele Stars und Sternchen setzen auf diese Diät, um ihre Körper in Form zu halten. Vor allem nach einer Schwangerschaft vertrauen zahlreiche Schauspielerinnen auf die hCG-Diät, um rasch wieder ihre früheren Traummaße zurückzuerlangen. Was aber ist wirklich dran an den Versprechungen dieser Diät und ist sie wirklich unbedenklich?
Wir haben die Antworten auf diese Fragen sowie alles, was du sonst noch zum Thema hCG-Diät wissen musst, auf dieser Seite für dich gesammelt.

hCG-Diät erfolgreich abnehmen

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist die hCG-Diät?
  2. Für wen ist die hCG-Diät geeignet?
  3. So funktioniert die hCG-Diät
  4. Diese Hormone werden bei der hCG-Diät eingesetzt
  5. Mit diesen Nebenwirkungen musst du bei der hCG-Diät rechnen
  6. So läuft eine hCG-Diät ab
  7. Vor- und Nachteile der hCG-Diät
  8. Der richtige Ernährungsplan bei der hCG-Diät
  9. So hältst du dein Gewicht nach der hCG-Diät
  10. So viel kostet eine hCG-Diät



Was ist die hCG-Diät?

Die hCG-Diät ist eine Abnehmform, bei der in kurzer Zeit ein hoher Gewichtsverlust möglich ist. Bei der Diät wird der Abnehmprozess durch das sogenannte Schwangerschaftsfhormon hCG (=humane Choriongonadotropin) unterstützt. Hier werden in der Originalform hCG-Spritzen gegeben.

Für wen ist die hCG-Diät geeignet?

Obwohl die hCG-Diät neben einem speziellen Ernährungsplan auf der Verabreichung weiblicher Geschlechtshormone beruht, ist sie grundsätzlich sowohl für Frauen als auch für Männer geeignet.

Eine Original hCG-Diät darf keinesfalls alleine, sondern ausschließlich unter strengster ärztlicher Kontrolle durchgeführt werden.

Diese Diät wird nur von bestimmten Ärzten und Kliniken angeboten. Wenn du dich für die hCG-Diät interessierst, solltest du unbedingt ein ausführliches Beratungsgespräch mit einem Arzt führen. Dieser wird dich über alle möglichen Risiken sowie Nebenwirkungen aufklären und dich gegebenenfalls an entsprechend spezialisierte Stellen weiterverweisen.

So funktioniert die hCG-Diät

Das augenscheinlichste Merkmal der hCG-Diät ist der Einsatz des Schwangerschaftshormons humanes Chloriongonadotropin – kurz hCG. Durch die Verabreichung dieses Hormons sollen dessen positive Effekte für einen gesunden und vor allem nachhaltigen Verlust überflüssiger Fettpölsterchen genutzt werden. Das ist jedoch nicht das alleinige Geheimnis der hCG-Diät, denn deren Wirkung basiert auf drei Säulen:

  1. Ein spezieller Ernährungsplan: Während der hCG-Diät ist die tägliche Kalorienzufuhr auf 500 Kcal beschränkt. Darüber hinaus werden Kohlenhydrate und Fett so gut wie ganz vom Speiseplan gestrichen. Im Gegenzug sollten vor allem proteinreiche Lebensmittel verzehrt und viel Wasser – mindestens zwei Liter täglich – getrunken werden.
  2. Die Verabreichung des Hormons hCG: Dieser Punkt ist es, der die hCG-Diät so besonders macht. Regelmäßige Injektionen des Schwangerschaftshormons hCG sollen nicht nur dafür sorgen, dass der Körper gleich die richtigen Fettpolster abbaut, sondern auch dafür, dass Heißhungerattacken, Abgeschlagenheit, depressive Verstimmungen sowie Kraftlosigkeit ausbleiben und der Blutzuckerspiegel nicht abfällt. Darüber hinaus soll auch die Haut besonders straff und zart werden und Cellulite sich verbessern. Auf diese Weise soll es möglich sein, 21 Tage lang mit nur 500 Kalorien täglich auszukommen, ohne sich müde und energielos zu fühlen. So soll diese Diät auch für körperlich hart arbeitende Menschen durchführbar sein.
  3. Sport: Während der hCG-Diät wird es ausdrücklich empfohlen, Sport zu treiben. Dieser sorgt zusätzlich für eine Ankurbelung des Stoffwechsels und trägt einen wichtigen Teil zur Erhaltung der Gesundheit bei. Idealerweise werden dabei Ausdauer- und Krafttraining kombiniert.

Unterschiede hCG-Diät und Stoffwechselkur

Auf Basis dieser drei Grundlagen soll es möglich sein, in acht Wochen bis zu 15 Kilo abzunehmen. Durchschnittlich verlieren AnwenderInnen der hCG-Diät in 21 Tagen zwischen drei und fünf Kilogramm. Aufgrund der speziellen Wirkungsweise der hCG-Diät handelt es sich hierbei um Depotfett, das gegen andere Diäten in der Regel resistent ist.

Von ihrem Grundprinzip her ähnelt die hCG-Diät der Stoffwechselkur. Ebenso wie bei dieser soll auch bei der hCG-Diät der Stoffwechsel angeregt werden. Darüber hinaus weist auch der Ernährungsplan Ähnlichkeiten auf: So werden sowohl bei der Stoffwechselkur als auch bei der hCG-Diät Kohlenhydrate vom Speiseplan gestrichen und durch jede Menge Proteine ersetzt. Alkohol und Zucker sind bei beiden nicht erlaubt. Bei der hCG-Diät ist Fett zudem grundsätzlich untersagt. Nicht so bei der Stoffwechselkur: Hier dürfen bestimmte Arten von Fetten in geringen Mengen gegessen werden. Abgesehen davon sind die Vorgaben der hCG-Diät jedoch weniger strikt als jene der Stoffwechselkur. Bei Letzterer gibt es eine Liste erlaubter und unerlaubter Lebensmittel. Bei der hCG-Diät darfst du hingegen abgesehen von Kohlenhydraten, Zucker, Fett und Alkohol alles essen, was dir schmeckt – jedoch nicht mehr als 500 kcal pro Tag.

Weitere Unterschiede

Grundsätzlich arbeitet auch die Stoffwechselkur mit einer Unterstützung des Körpers durch hCG. Dieses wird bei der Stoffwechselkur jedoch nicht in seiner Reinform verabreicht, sondern als homöopathische hCG-Globuli oder hCG-Tropfen. In diesen ist das Hormon so stark verdünnt, dass es nicht mehr messbar ist. So enthalten sie lediglich die Information des Hormons.
Ganz anders bei der hCG-Diät: Bei dieser verabreicht ein Arzt Injektionen mit dem Schwangerschaftshormon hCG, um auf diese Weise die positiven Effekte dieses Hormons für den Diäterfolg zu nutzen. Hierbei darf keinesfalls verschwiegen werden, dass die Verabreichung von hCG-Injektionen auch mit Risiken sowie Nebenwirkungen verbunden ist.

Ein Eingriff in den Hormonhaushalt des Körpers sollte keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden!

Aus diesem Grund ist die hCG-Diät auch durchaus umstritten und wird von einigen Ärzten auch generell abgelehnt. Wir können dir nur empfehlen, dich von einem Arzt ausführlich beraten zu lassen. Nur dieser kann dich gänzlich über alle mit der hCG-Diät verbundenen gesundheitlichen Risiken aufklären und deinen individuellen Gesundheitszustand beurteilen.

Diese Hormone werden bei der hCG-Diät eingesetzt

Bei der hCG-Diät wird nur ein Hormon verwendet. Dabei handelt es sich um humanes Chloriongonadotropin, ein Hormon aus der Gruppe der Gonadotropine, das während der Schwangerschaft in der Plazenta gebildet wird. Seine Aufgabe ist es, die Schwangerschaft zu erhalten und dafür zu sorgen, dass die Mutter sowie das ungeborene Kind auch in Notzeiten – etwa bei Unterernährung – versorgt werden. So sorgt es dafür, dass der Körper an seine Fettreserven geht, um das Leben des ungeborenen Kindes zu sichern. Dies erklärt auch, warum Frauen, die an Unterernährung leiden, oft gesunde und normal entwickelte Kinder zur Welt bringen.

Der Arzt Albert Simeons gilt als Begründer der hCG-Diät. Nachdem er beobachtet hatte, dass indische Frauen trotz Unterernährung gesunde Babys zur Welt brachten, begann er damit, Patienten während ihrer Diät hCG-Injektionen zu verabreichen. Dabei stellte er zudem fest, dass seine Patienten viel eher Fettgewebe statt Muskelmasse abbauten. 1954 veröffentliche Albert Simeons schließlich ein Buch mit dem Titel Pounds and Inches. Dieses stellt die Grundlage der hCG-Diät dar. Simeons empfahl seinen Patienten neben einer kohlenhydrat-, kalorien- und fettarmen sowie eiweißreichen Diät auch tägliche Injektionen mit hCG – die hCG-Diät war geboren.

Nach Albert Simeons hat sich kein Wissenschaftler mehr mit der hCG-Diät auseinandergesetzt, sodass es keine neuen Erkenntnisse zum Wirkungsprinzip dieser Diät gibt. Der Wissensstand ist also immer noch derselbe wie in den 1950er-Jahren. Nichtsdestotrotz werden hCG-Injektionen auch heute von Ärzten verabreicht, um den Abbau von lästigen Fettpolstern zu unterstützen.

hCG Hormon

Bei der hCG-Diät wird humanes Chloriongonadotropin vorrangig dazu eingesetzt, um den Abbau von – besonders hartnäckigen genetisch bedingten und diätresistenten – Fettdepots zu bewirken. Durch die Injektion dieses Hormons kann der Körper dazu bewegt werden, das Fett aus seinen Depots zu holen und wie normales Fett abzubauen – ähnlich wie er es während einer Schwangerschaft aus den Depots holen würde, um das ungeborene Kind am Leben zu halten. Das ist jedoch noch nicht die einzige positive Wirkung von hCG. Darüber hinaus soll dieses Hormon auch

  • Heißhungerattacken verhindern
  • den Blutzuckerspiegel konstant niedrig halten
  • Abgeschlagenheit und Energielosigkeit vorbeugen
  • die Stimmung aufhellen
  • für eine straffe Haut sorgen
  • Cellulite verbessern

Es gibt also zahlreiche Argumente, die für den Einsatz von hCG sprechen. Hierbei muss jedoch unbedingt erwähnt werden, dass keine dieser Wirkungsweisen im Rahmen einer Diät wissenschaftlich bestätigt ist.

Mit diesen Nebenwirkungen musst du bei der hCG-Diät rechnen

Bei den hCG-Injektionen handelt es sich um einen Eingriff in den Hormonhaushalt. Dieser ist keinesfalls zu unterschätzen und kann weitreichende und vor allem auch kaum abschätzbare Folgen haben. Zu diesen zählen neben der erwünschten Wirkung auch unerwünschte Nebenwirkungen. Diese können vielfältig sein und lassen sich so gut wie gar nicht vorhersagen. So kann es theoretisch bei Frauen zu Störungen des Menstruaktionszyklus kommen. Für Behauptungen, dass hCG das Wachstum bestimmter Tumore unterstützen würde, gibt es hingegen keinerlei wissenschaftliche Belege.

Ärztliche Stellungnahmen weisen auf Unbedenklichkeit von hCG-Injektionen hin

Sowohl Univ-Prof. Dr. Frigo vom Endokrinologischen Institut der Med. Universität Wien als auch Univ.-Prof. Dr. Nanoff vom Pharmakologischen Institut der Med. Uni Wien haben Stellungnahmen über die medizinische Unbedenklichkeit verfasst. Diese geben interessante Einblicke in die Sichtweise von Medizinern und sind daher eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die mit dem Gedanken spielen, eine hCG-Diät durchzuführen.

So läuft eine hCG-Diät ab

Grundsätzlich dauert eine hCG-Diät 21 Tage lang. Es besteht die Möglichkeit, an die ersten drei Wochen noch einmal drei Wochen dran zu hängen und die Diät so auf insgesamt sechs Wochen zu verlängern. Wofür du dich entscheidest, hängt in erster Linie davon ab, wie viel Gewicht du verlieren möchtest und wie gut du mit dieser Diät klarkommst.

Am Anfang der hCG-Diät steht immer die Erstellung eines Hormonspiegels durch einen Arzt. Bei diesem werden alle Sexualhormone und die Hormone der Schilddrüse, der Hypophyse sowie der Nebennieren erfasst. Dieser Hormonspiegel ist notwendig, um die individuell angepasste Hormoneinstellung sowie die richtige hCG-Dosis feststellen zu können. Im Verlauf der 21 bis 42 Diät-Tage werden in regelmäßigen Abständen drei bis sechs hCG-Injektionen wöchentlich verabreicht. Dies geschieht subcutan, also mit einer feinen Nadel unter die Haut. Einige Anbieter der hCG-Diät schulen ihre Patienten auch ein, sodass diese sich die hCG-Injektionen selbst verabreichen können. So müssen sie nicht immer in die Arztpraxis kommen. Nichtsdestotrotz ist eine laufende ärztliche Überwachung während der Diät dringend zu empfehlen.

Parallel zu den hCG-Injektionen ist ein strenger Diätplan einzuhalten. Täglich sind nicht mehr als 500 Kalorien erlaubt. Zudem müssen jeden Tag zwischen zweieinhalb und drei Liter Wasser getrunken werden. Generell darfst du während der drei Wochen dauernden Diät-Phase essen, was du möchtest, solange du die 500 Kalorien täglich nicht überschreitest.

Verboten sind lediglich folgende Lebensmittel:

  • Kohlenhydrate
  • Süßigkeiten
  • Alkohol
  • Fette

Empfohlen werden hingegen alle proteinreichen Lebensmittel wie mageres Fleisch und Fisch sowie sämtliche frischen Gemüse- und Obstsorten. Von diesen kannst du jeden Tag bis zu 500 Kalorien zu dir nehmen. Wir empfehlen dir, bei der Auswahl der Lebensmittel auf ein ausgewogenes Nährstoff- und Vitaminverhältnis zu achten. Gerade bei einem extrem kalorienreduzierten Speiseplan ist es nicht so einfach, den Körper mit allen wichtigen Vitamine und Mineralstoffen zu versorgen. Einige Anbieter der hCG-Diät geben ihren Patienten auch vorgefertigte Ernährungspläne für die Dauer der Diät. In solchen Fällen musst du dir keine Gedanken über die Zusammenstellung deines Speiseplans machen. Andernfalls solltest du dich einfach an die Vorgaben der Lebensmittel halten und darauf achten, die 500 Kalorien-Grenze pro Tag nicht zu überschreiten.

Sport bei der hCG-Diät

Zusätzlich zu den hCG-Injektionen und der kalorienreduzierten Ernährung spielt auch Sport bei der hCG-Diät eine wichtige Rolle. Dabei solltest du es jedoch nicht übertreiben, denn zu viel sportliche Betätigung kann wiederum den Appetit anregen. Etwa dreimal die Woche jeweils 30 Minuten Ausdauertraining wie Nordic Walking oder lockeres Joggen sind die ideale Ergänzung zu Diät-Speiseplan und hCG-Injektionen.

Nach der 21 Tage lang dauernden Diätphase soll die Ernährung langsam und schrittweise wieder umgestellt werden. In den ersten drei Wochen nach der Diät solltest du ebenfalls weitestgehend auf Kohlenhydrate und Fett verzichten. Dabei darfst du aber wieder mehr als 500 Kalorien täglich zu dir nehmen. Du solltest dich langsam wieder an die normale Kalorienzufuhr herantasten und nicht gleich nach dem letzten Diättag voll zuschlagen. Dies würde nur zum berüchtigten Jojo-Effekt führen. Ein Ziel der hCG-Diät ist auch eine langfristige Ernährungsumstellung nach der eigentlichen Diätphase. Idealerweise ernährst du dich nach der hCG-Diät ausgewogener und gesünder als vorher. Auf Zucker, Alkohol sowie fette und kohlenhydratreiche Lebensmittel solltest du auch nach der Diät weitestgehend verzichten.

Nach den 21 Diättagen werden auch die hCG-Injektionen abgesetzt. Zum Abschluss gibt es noch eine Untersuchung beim Arzt mit einer Überprüfung des Hormonhaushaltes.

Vor- und Nachteile der hCG-Diät

Wie alle anderen Diäten hat auch die hCG-Diät Vorteile und Nachteile. Welche schwerer wiegen, hängt zum Großteil von der individuellen Ausgangslage ab. Wir empfehlen dir daher, Pro und Contra gut abzuwiegen, bevor du dich für oder gegen die hCG-Diät entscheidest. Darüber hinaus solltest du dich selbstverständlich auch ausführlich von einem Arzt beraten lassen.

Vorteile:

  • Die hCG-Diät verspricht einen raschen Gewichtsverlust. So sollen in sechs Wochen bis zu zehn Kilo weniger möglich sein.
  • Bei der hCG-Diät wird der Stoffwechsel angeregt, sodass du nicht nur effektiv, sondern auch nachhaltig Gewicht verlierst.
  • Bei der hCG-Diät ist auch Sport ein wichtiger Bestandteil. Dieser kurbelt nicht nur zusätzlich den Stoffwechsel an, sondern ist auch gesund.
  • Durch die Verabreichung des Hormons hCG greift der Körper sogenanntes diätresistentes Depotfett an. So schmelzen auch Fettpolster, gegen die andere Diäten nichts ausrichten können.
  • Das Hormon hCG soll gegen Heißhungerattacken, Abgeschlagenheit, depressive Verstimmungen sowie Energielosigkeit schützen.
  • hCG wirkt sich auch auf die Straffheit der Haut sowie Cellulite positiv aus.

Nachteile

  • Die extrem niedrige Kalorienzahl von lediglich 500 Kalorien täglich verlangt jede Menge Disziplin und Entbehrungen.
  • Aufgrund der niedrigen Kalorienzufuhr kann es gerade zu Beginn der Diät zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen kommen.
  • Durch die niedrige Kalorienzufuhr kann es schnell zu Vitamin- und Mineralstoffmangel kommen, wenn nicht besonders auf die ausreichende Zufuhr dieser geachtet wird.
  • Die Verabreichung des Schwangerschaftshormons hCG zur Gewichtsabnahme durch Injektionen ist durchaus umstritten und wird auch nicht von allen Ärzten durchgeführt.
  • Die Gabe von hCG-Injektionen stellt einen Eingriff in den Hormonhaushalt des Körpers dar und kann zu nicht vorhersehbaren Nebenwirkungen führen.
  • Regelmäßige Kontrollbesuche beim Arzt sowie die Verabreichung der hCG-Injektionen stellen einen nicht unerheblichen Aufwand dar – gerade, wenn man berufstätig ist.
  • Die Kosten für eine hCG-Diät sind relativ hoch und liegen oft im vierstelligen Bereich.

Der richtige Ernährungsplan bei der hCG-Diät

Was den Ernährungsplan der hCG-Diät betrifft, gibt es unterschiedliche Ansätze. Einige Ärzte, die die hCG-Diät anbieten, geben ihren Patienten einen fixen Ernährungsplan, der während der Dauer der Diät exakt einzuhalten ist, oder aber eine Liste mit allen erlaubten sowie verbotenen Lebensmitteln. Andere lassen ihren Patienten wiederum die freie Wahl zwischen allen Lebensmitteln, so lange 500 Kalorien pro Tag nicht überschritten werden. Kohlenhydrate, Fette, Süßigkeiten und Alkohol sind jedoch bei allen Varianten verboten. Grundsätzlich sollte dein Speiseplan aus mageren Proteinquellen sowie viel frischem Obst und Gemüse bestehen. Fertiggerichte und mit Geschmacksverstärker versetzte Produkte solltest du hingegen von diesem streichen. Bei der Zubereitung der Gerichte solltest du darauf achten, kein Öl sowie keine Butter zu verwenden und die Lebensmittel stattdessen lieber schonend über Dampf zu garen, in Wasser zu kochen oder ohne Fett zu grillen.
Wir haben für dich den Speiseplan eines typischen hCG-Diättages zusammengestellt. Dieser kann dir als Beispiel dienen.

Frühstück

Kaffee oder Tee, so viel du möchtest – selbstverständlich ohne Milch und Zucker.

Mittagessen

100 Gramm weißer Fisch, Hühnerbrust oder mageres Rindfleich mit gedämpftem Gemüse wie Mangold, Spinat, Zwiebel, Sellerie, Fenchel, Kohl oder Spargel. Hierbei solltest du darauf achten, vor der Zubereitung alles sichtbare Fett sorgfältig zu entfernen, und den Fisch oder das Fleisch ohne Fett über Dampf zu garen. Als Rohkost gibt es Tomaten, Blattsalat, Radieschen oder Gurken.

Abendessen

Zum Abendessen gibt es das gleiche wie zu Mittag. Selbstverständlich kannst du hier variieren und abends 100 Gramm Fisch essen, wenn du zu Mittag Fleisch gegessen hast.

Zwischenmahlzeiten

Eine kleine Portion Erdbeeren, ein Apfel oder eine Orange.

Getränke

Zwei bis drei Liter Wasser pro Tag.

Wie du siehst, ist der Speiseplan bei der hCG-Diät sehr kalorienreduziert. Die Verabreichung von hCG-Injektionen soll dir dabei helfen, diese strengen Vorgaben besser durchzuhalten und nicht unter schlechter Laune und depressiven Verstimmungen zu leiden. Dennoch kann es gerade zu Beginn der Diät zu Kopfschmerzen kommen. Es ist besonders wichtig, dass du auf eine möglichst abwechslungsreiche Speisenfolge achtest, um deinen Körper mit allen nötigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Dies ist bei lediglich 500 erlaubten Kalorien pro Tag nicht immer einfach und sollte daher besonderes Augenmerk genießen.

So hältst du dein Gewicht nach der hCG-Diät

Bei der hCG-Diät darfst du 21 Tage lang nur 500 Kalorien täglich zu dir nehmen. Auf Wunsch und nach Absprache mit dem behandelnden Arzt kann die Diätphase noch einmal um 21 Tage verlängert werden. Doch auch nach dieser solltest du keinesfalls gedankenlos alles in dich hineinstopfen, wenn du dein neues Gewicht halten möchtest. Vielmehr solltest du auch nach der Diätphase auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die sich stark an die Prinzipien der hCG-Diät anlehnt, achten. Das heißt für dich, dass du grundsätzlich wenig Kohlenhydrate und Fett sowie keine Süßigkeiten und keinen Alkohol zu dir nehmen solltest. Deine Ernährung sollte auch nach der hCG-Diät dem Diätspeiseplan ähneln, wobei du natürlich mehr als 500 Kalorien täglich essen darfst. Wenig Kohlenhydrate und dafür viel Eiweiß und frisches Obst sowie Gemüse stellen die Grundpfeiler deiner neuen Ernährung dar.

Selbstverständlich wird nicht nur die Durchführung der hCG-Diät ärztlich begleitet, sondern auch die Rückkehr zur alltäglichen Ernährung. Vielfach wird zum Abschluss der hCG-Diät noch einmal ein Hormonstatus erstellt und ein neuer Ernährungsplan für die Zeit nach der Diät angefertigt. Dabei solltest du Folgendes nie vergessen: Für ein dauerhaftes Halten deines neuen Gewichts sind eine bewusste Ernährung sowie regelmäßiger Sport unbedingt notwendig.

So viel kostet eine hCG-Diät

Eines gleich vorweg: Die hCG-Diät zählt eindeutig zu den teureren Diäten und kann durchaus einige Tausend Euro kosten. Diese Kosten setzen sich aus ärztlicher Betreuung, hCG-Injektionen sowie eventuell notwendigen Vitamin- und Mineralstoffpräparaten zusammen. Darüber hinaus gibt es jedoch auch deutlich kostengünstigere Pakete, die ab etwa 250 Euro angeboten werden. Diese werden ebenfalls von Ärzten durchgeführt und müssen nicht zwangsweise unseriös oder schlechter als die teureren Varianten sein. Wir empfehlen dir unbedingt Folgendes, bevor du dich für ein bestimmtest Angebot entscheidest:

  • Vereinbare unverbindliche Beratungsgespräche mit verschiedenen Anbietern der hCG-Diät. Scheue dich nicht, so viele Fragen wie möglich zu stellen. Achte darauf, dass diese möglichst detailliert beantwortet und dein individueller Gesundheitszustand in die Empfehlung mit einfließt.
  • Informiere dich im Internet – zum Beispiel in einschlägigen Foren sowie Facebookgruppen – über Erfahrungen andere AnwenderInnen mit jenen Anbietern der hCG-Diät, die für dich infrage kommen. Auf diese Weise erhältst du ein realistisches und aussagekräftiges Bild der einzelnen Anbieter und ihrer Leistungen.

Quellen:

  1. Simeons ATW: Pounds & Inches: A New Approach To Obesity. Popular Publishing, 2010
  2. Rabe, T., et al. „Risiko-Nutzen-Analyse einer hCG-500-kcal-Reduktionsdiät (Cura romana) bei Frauen.“ Geburtshilfe und Frauenheilkunde 47.05 (1987): 297-307.
  3. Wenner, R., et al. „Adipositas.“ Gynäkologisch-geburtshilfliche Rundschau 12.1-4 (1972): 305-309.
  4. Hild, Anne: Die hCG-Diät: Das geheime Wissen der Reichen, Schönen & Prominenten
  5. Hild, Dan: HCG-DIET; What Dr. Simeons Really Said: Back to the roots of HCG Diet

 

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